-=Enter the Dream=-
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Fazit des Tages: Ohne meinen Verlobungsring fühl ich mich unvollständig.

Naja, sagen wir das ist eines von einigen Fazits. Was mich seit heute Nachmittag überwiegend beschäftigt ist: Gibt es Glück? Glückliche Menschen, die jeden Tag von früh bis abend glücklich sind und auch so einschlafen?
Ich denke man kann zumindest zufrieden mit sich und der Welt sein. Sich irgendwie im Einklang bewegen. Und hin und wieder, vielleicht sogar öfter als ich es mir gerade vorstellen kann, gibt es Momente, in denen man einfach nur glücklich ist. Sicher gibt es immer mal Rückschläge, aber die Tatsache, dass man ansonsten zufrieden ist, tröstet einen sicherlich darüber hinweg. Oder bin ich da wirklich zu optimistisch?
Dass ich persönlich ein Mensch bin, der nur schwer zufrieden zu stellen ist (da ich eindeutig zu hohe Anforderungen an mich selbst als auch an meine direkte,sich nicht im Kindesalter befindliche, Umwelt habe), war mir schon länger klar, allerdings hat das nichts daran geändert. Ich bin immer wieder enttäuscht. Weniger selten von mir, da ich ja nun schon sehr lange übe meinen Ansprüchen gerecht zu werden (die dadurch nicht geringer ausfallen), mehr von der Umwelt dann. Die einzige, die mich immer wieder positiv überrascht, ist meine gedankenvolle, aufmerksame Tochter. Aber ich will ja kein Einzelkämpfer in Hinblick auf mein Leben und ihre Erziehung werden.... oder...? Manchmal frage ich mich, ob ich ein Beziehungstyp bin. Gibt es beziehungsunfähige Menschen? Meine Mutter sieht sich selbst so und meint, sie gehe ungern Kompromisse ein und sie wäre schon so lange alleine, dass sie ihre Freiheiten genießt. Und sich diese von keinem Mann nehmen lassen will. (Hat sie vor Ralf auch schon gesagt. Naja, wie das ausging und zwischenzeitlich anders aussah, wissen wir ja alle...)
Aber zurück zum Glück (nicht zu Lück! )! Mein PT (hab lange darüber nachgedacht, wie ich ihn hier nenne, und nun ist das also mein Kürzel für Psychotherapeut) meinte heute, es gibt kein Glück. Muss ich das so hinnehmen? ;p Ich bin ja analytisch und kritisch hinterfragend (grad wieder eine Diskussion vom Feinsten gehabt mit meinem Schatz ). Daher hab ich so meine Zweifel bekommen, ob ich beim Richtigen bin (nichts für ungut!). Dieser Satz könnte von meiner Mutter stammen und ich bin wahrlich genügend pessimistisch eingestellt. Sollte ich nicht irgendwie Mut schöpfen, anstatt eins auf die Nuss zu bekommen?
So blauäugig zu glauben es gäbe reinste Glücksseligkeit auf dieser Welt bin ich dann doch nicht... Wobei... ich glaube tatsächlich die Buddhas dieser Welt können diesen Zustand erreichen. Also, nicht dauerhaft, aber überwiegend. Und sie fürchten den Tod nicht... ich muss unbedingt eines Tages nach Indien reisen und dort die Palmblattbibliotheken aufsuchen....
Ich schweif schon wieder ab. Jedenfalls habe ich nichts zu verlieren. So lautet mein Entschluss. Vielleicht wollte er mich nur zum Nachdenken anregen, was ihm ja auch sichtlich gelungen ist.
Nach der Sitzung bei ihm war ich noch in meiner ehemaligen Arztpraxis. Am Telefon hatte ich den Konsiliarbericht ausführlich erwähnt. Vor Ort fiel meine Ärztin dann dennoch aus allen Wolken und meinte. da müsse sie ja ein Pamphlet (also, ein Pamphlet ist eigentlich ein Spottschreiben, glaube ich in journalistisches Schreiben gelernt zu haben... auf jeden Fall wird sie hoffentlich eine lange Story gemeint haben, sonst müsste ich mir Sorgen machen....) schreiben, nix mit 3 Zeilen, und dass sie sich das genau überlegen müsse, denn sonst bekäme ich die Behandlung nicht. Aber sie will mir helfen... ich wäre ja familiär vorbelastet durch meine Oma, die ja auch an Depressionen leidet. Hm, naja, änderte leider nix an der Tatsache, dass ich mich hier mal wieder lästig gefühlt habe für ungefähr 2 Minuten, und schon wieder das Gefühl hatte, beschwichtigen und die Wogen glätten zu müssen, woraufhin sie dann ja auch wieder versöhnlicher klang. Aber Menschen sind so anstrengend. Ich hasse sie manchmal. Und kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als vor die Tür zu gehen und noch mehr zu treffen oder angesprochen zu werden! .... Parasiten. -_-
Momentan denke ich das nicht soooo häufig, aber is schon paar Mal vorgekommen. Kein Wunder, bei meinen Erlebnissen dauernd....
Ach ja, ich habe mir über meine sonstigen Ventile Gedanken gemacht.... David ist ein großes Ventil. Hatten heute das Thema... ich fragte, warum ich? (Mit Blick auf den Ring.) So ne richtig eindeutige Antwort gab es nicht (ich wollts ja wieder mal genau wissen), aber ich fragte ihn, ob er masochistisch ist (hat er verneint) oder ihm eine normale Frau zu langweilig ist. Bei mir wisse er ja nie, wie ich drauf bin, wenn er von Arbeit kommt. Ist er der Gute oder der Böse, der schon wieder wer weiß was verbrochen und mich mit irgendwas auf die Palme gebracht hat? (Meistens durch Unterlassung, nebenbei bemerkt.) Jedenfalls ist es aber nicht nur, dass ich mit ihm streite, was Aggressionen abbaut (oder aufbaut, je nachdem wie er reagiert)... ich denke er wirkt auch als Ventil, indem er mich Tag für Tag massiert, streichelt, mit mir kuschelt... eigentlich müsste er gar nicht beteuern, dass er mich liebt, da diese Handlungen all das beinhalten. Aber ich bin ein Fass ohne Boden. Er kippt all das in mich hinein und am Rand bleibt vielleicht ein bisschen was haften, was mich gerade so zusammen hält, aber der Rest fließt ungehindert wieder ab und gerät sofort in Vergessenheit, weil es nicht mehr fühlbar und greifbar für mich ist. Also bohre ich nach: Liebst Du mich denn überhaupt noch?
(Heute nicht, mehr so allgemein gesprochen.) Und er reagiert genervt: Natürlich! - Aber wer nimmt ein Liebesgeständnis denn noch wirklich ernst, wenn er erst danach fragen muss...?
Okay, weitere Ventile. Wenn ichbtraurig bin und nicht zu gelähmt, um vor die Tür zu gehen, kaufe ich mir irgendwas, was mich glücklicher macht. Ein Parfum (gott hab ich viele davon und ich hätte immer noch gern mehr!), Kuscheltiere, irgendwas glitzerndes... ganz selten Anziehsachen, weil mir in Geschäften ohnehin selten was passt und ich immer das Gefühl habe, die Verkäuferinnen fragen sich, was ich in deren Geschäft will, so wie ich aussehe (ich brauch so Größe 42-44, je nach Laden und Kleidungsstück - das is meistens eh nie mehr da, wenn ich in die Läden komme, und kaufe es im dümmsten Fall dann auch noch eine Nummer zu klein, damit ich was Tolles habe, worauf ich mich freuen kann, wenn ich abgenommen habe - Ratet mal, wie viele Sachen ich davon nun habe und immer noch auf diesen verheißungsvollen Tag warte, an dem ich motiviert bin und Bäume ausreißen könnte....). Daher bestelle ich meist online in der Sales-Zeit... Da kann man in Ruhe anprobieren und es dann einfach zurückschicken, wenns doch nix war... und hat obendrein noch Markenware, die das Selbstwertgefühl, wenn auch nur gering, aufpolieren...
Was haben wir noch? Wenn mir alles zu viel wird und ich nicht mehr weiß, wie ich mich ablenken könnte, wenn ich tot oder einfach nicht mehr ich sein möchte, gehts ab zu World of Warcraft oder, seit neustem, zu SWTOR. Dort gibt es wenigstens immer Mittel und Wege, seine Ziele zu erreichen, und kein Game Over.... Noch dazu vermittelt einem insbesondere SWTOR von Anfang an ein Held zu sein. Mit Level 1...
Aber das schönste Ventil ist eigentlich das Singen. Es ist nur so laut und weil ich dauernd singen könnte, andere aber zwangsläufig damit nerven würde, tu ich es nicht...... Seufz. Früher hab ich viel mehr gesungen... in meinem Zimmer, für mich alleine... oder in London, mit dem MP3 Player unterwegs auf den Straßen. Wen sieht man in der riesen Stadt denn jemals wieder, um sich darum zu scheren, was andere dachten...? Es war viel anonymer... und die Leute sowieso ganz anders. Aufgeschlossen, hilfsbereit. Nicht wie in Chemnitz, dass man böse angeguckt wird von vornherein, oder angenervt von der bloßen Gegenwart anderer Menschen ist.
Gott, wie ich es hasse hier zu sein!.... überwiegend.
Ich hatte immer schon Fernweh.... seit London überwiegend ungestilltes.... Bis auf 2 Besuche in Rügen... aber was ist schon Rügen, wenn man mit 13 in der Türkei, mit 15 auf Mallorca, mit 16 alleine in Köln, mit 17 ein Wochenende alleine im Orgacamping in Berlin, mit 18 in America und New York und im gleichen Jahr in Frankreich war, und zur Krönung des ganzen mit 20-21 5 Monate allein in der genialsten Stadt ever leben durfte und dort die tollsten Freunde hatte? (Die Rede ist von London.) Dann komm ich wieder und soll glückliche, überhaupt nicht einsame Mama und Heimchen am Herd spielen. Ach, das passt einfach nicht zu mir....!

Es geht doch nicht dass ich hier länger bleib....! Ich möcht die ganze Welt für mich erfahren. Ich möcht viel mehr, als ich jetzt fühl.... vielleicht wirds mir so ergehen... dass mich jemand wird verstehn... ich möcht so viel mehr als schon geschehen..... ~Die Belle aus Disneys Die Schöne und das Biest... kam mir bei meinem letzten Satz sofort in den Sinn...

(Ich hab vermutlich wirklich zu jeder Situation einen passenden Songnim Kopf... zumindest was mich selbst angeht.... )

Ich will weg.......
8.5.12 01:22
 


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